Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Kohrener Land - Wyhratal
Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Kohrener Land - Wyhratal

Info-Mail - KV-/KGV-Wahl - Pfarrer Pröhl

Liebe Schwester, lieber Bruder,

 

eine Weile war es jetzt sehr still auf diesem Kanal - dabei hat sich schon einiges ereignet.

 

Als Empfänger so mancher Info-Mails, Newsletter und was einem noch so regelmäßig in das elektronische Postfach fliegt, weiß ich auch ein wenig um die Mühe mit der Fülle und Länge solcher Mails. Mit Neuigkeiten werden wir ja auch vielfach versorgt bzw. suchen sie gezielt. Nun muss ich mich bei Ihnen doch mal wieder in Erinnerung rufen.

 

Zuerst die Frage: Wie geht es Ihnen? Was ist für Sie dran? Was wünschen Sie sich von und mit der Kirchgemeinde in dieser Hinsicht?

 

Viele Menschen in den Gemeinden habe ich in den letzten Monaten nicht gesehen - wie es ihnen wohl geht, was für starke und schwache, gute und schwere Momente sie wohl gerade haben. Bitte erzählen Sie mir davon - das hilft mit auch bei meiner Schwerpunktsetzung.

 

Das Kirchspiel Kohrener Land - Wyhratal hat seine Arbeit aufgenommen. Dazu gehören zwölf Gemeinden (Altmörbitz, Benndorf, Bocka, Eschefeld, Frohburg, Gnandstein, Greifenhain, Kohren-Sahlis, Prießnitz-Flößberg, Roda, Schönau-Nenkersdorf und Wyhratal).

 

Gottesdienste finden überall auch weiterhin nach dem gewohnten Rhythmus statt - zur Zeit mit Mund-Nase-Bedeckung, ohne Blech- oder Holzblasinstrumente und ohne Gemeindegesang im Kirchenschiff. Durch den Rückgang der Infektionszahlen in unserem Landkreis (Stand 1.3. 0:00 Uhr: 79,0 Neuinfektionen in 7 Tagen pro 100.000 Einwohner; 4.037 Infektionen pro 100.000 Einwohner - wir waren ja auch schon bei einem Inzidenzwert von 435 in der ersten Januarwoche), ist es jetzt wieder möglich, dass von Kantor:in oder Liturg:in bis zu zwei Lieder gesungen werden. Meine Bitten aus dem Erleben dieser Gottesdienste: Da wir nicht in die warmen Winterkirchen (nicht ausreichend Raum für die notwendigen Abstände) wechseln können, sind wir in kalten Kirchen - ziehen Sie sich warm an. Zudem ist es wichtig, dass wir auch rund um den GD nicht zu dicht zusammen stehen - also nehmen Sie sich etwas mehr Zeit für Ein- und Ausgang.

 

Auf der organisatorischen Seite passiert gerade sehr viel - das beschäftigt mich besonders - darum eine weitere Bitte: Rufen Sie mich, wenn Sie mich brauchen. In meinem Alltag hat gerade das Umhergehen, Entdecken, Kontaktaufnehmen nicht so viel Raum, wie ich das möchte. Darum wäre es gut, wenn Sie mir dabei helfen. Ich beklage nicht, dass ich zu viel zu tun habe - aber die Schwerpunkte legen sich gerade sehr von der Pfarramtsleitung her - rufen Sie mich bitte ins Pfarrersein!

 

Die Arbeit der Mitarbeitenden im Kirchspiel ist in Bereiche gegliedert: Für die Pfarrer:innen heißen diese "Seelsorgebereiche" (Frohburg, Kohren, Prießnitz und Wyhratal - sorry für die Kurzform der Namen - aber sonst wird diese Mail noch länger...). In Gemeindepädagogik und Kirchenmusik sind es die bisherigen Aufgabenbereiche, in denen gearbeitet wird. Doch hier bedrücken uns zwei unbesetzt Stellen (90% Gemeindepädagogik -> Kohren, Prießnitz, Frohburg und 50% Kirchenmusik -> Kohren). Für die Verwaltung läuft das im Grunde auch gemäß der bisherigen Arbeitsweise - mit je einem Gemeindebüro in Frohburg, Kohren, Prießnitz und Wyhratal. In Frohburg ist nun auch das gemeinsame Pfarramt des Kirchspiels - weswegen dann über den Tisch von Frau Rech und mir manches neu läuft. Wir versuchen im Team da eine gute Arbeitsteilung und -routine zu entwickeln. Ich freue mich an den freundlichen, wöchentlichen Absprachen via VideoChat, ebenso über die konstruktive Zusammenarbeit der Pfarrer:innen. Dabei werden auch unsere Profile, unterschiedliche Erfahrungen und Schwerpunkte deutlich. Gut, dass das Kirchspiel dieses Potential zur Verfügung hat.

 

Für die Zeit bis zur Neubildung des Kirchenvorstandes nach der Wahl (s.u.), ist nun ein Übergangs-Gremium gebildet, in dem - gemäß der künftigen Regeln - aus jeder der zwölf Gemeinden mind. ein:e Vertreter:in dabei ist. Die Entscheidungen - und wenn es auch "nur" um den Pachtvertrag für ein paar Quadratmeter Gartenland geht, liegen immer beim Kirchenvorstand. Das kann auch kein Pfarrer einfach so freihändig entscheiden! (Diese Regelung ist vor Jahren wohl auch darum nötig geworden, da über die Jahrhunderte die Pfarrherrlichkeit ein wenig zu selbstherrlich wurde!) Die Kirchgemeindevertretungen helfen uns dabei sehr, wenn sie die Themen und Anliegen einbringen, gut vorbereiten und eine Entscheidungsempfehlung formulieren. Auch hier können wir viel von den verschiedenen Erfahrungen der Menschen und Orte profitieren. Leider ist es eben gerade wirklich umständlich, sich mal live zusammenzufinden.

 

So bin ich nun bei dem Thema, das uns in dieser Woche ganz besonders hat:

 

Die Wahl der Kirchgemeindevertretungen (KGV) und des Kirchenvorstandes (KV).

 

Wir vollziehen beides in einem Wahlgang. In jedem Ort stehen Frauen und Männer zur Wahl für die KGV. Gemäß dem für das Kirchspiel gefundenen Proporz wird die:der Kandidat:in mit den meisten Stimmen (für Frohburg, Prießnitz und Wyhratal 2 - plus einem weiteren Platz zur Berufung aus dem Bereich des Wyhratals) Vertreter:in der Gemeinde im Kirchenvorstand.

 

Nun dick gedruckt:

 

Bitte wählen Sie mit. Bitte informieren Sie andere dazu. Bitte werben Sie für diese Wahl!

 

Es übernehmen Gemeindeglieder für sechs Jahre eine Reihe von Aufgaben in den Gemeinden. Da wäre es auch nur recht und billig, wenn sie dafür ein kräftiges Mandat erhalten.

 

Wie geht das mit dem Wählen?

 

1. Am Sonntag, dem 7. März können Sie (siehe auch S. 11 der aktuellen Ausgabe von ZUsammenKUNFT Kirche, auch hier: https://kirche-frohburg.de/wp-content/uploads/2021/02/ZuKi_2020_02-03-2021_web.pdf) in den fünf Orten des Bereiches Frohburg von 10:45 Uhr bis 11:30 Uhr live wählen (In Frohburg - nach dem GD, der 9:30 Uhr beginnt). Wichtig: Jede:r kann nur in der eigenen Gemeinde wählen!

 

2. Bis zum 7. März können Sie die Briefwahl vollziehen. Dafür muss bis spätestens zum 3. März eine Information von Ihnen beim Pfarramt in Frohburg (in Benndorf bei Rudolf oder Roland Müller (034348-54243 bzw. 51677) eingehen. Die Wahlunterlagen kommen dann zu Ihnen - wenn Sie sie selbst abholen wollen, dann sprechen Sie das mit uns ab, wann jemand für Sie da ist. Bis zum Freitag müssten die Wahlbriefe (kl. Stimmzettel mit angekreuzten Stimmen im verschossenen kleinen Umschlag, unterschriebener Wahlschein + kleiner Umschlag im großen Umschlag - auf den Sie bitte noch den Ort der Gemeinde schreiben, wenn nicht schon geschehen!). In Ihrer Gemeinde können Sie den Wahlbrief auch bis zum Beginn der Wahlhandlung am 7.3. zustellen (Benndorf: Karin Bornschier; Eschefeld: Jürgen Lehmann; Frohburg: Erika Lory; Greifenhain: Rüdiger Kipping; Roda: Stephan Schmalfuß).

 

Auf Aushängen vor Ort können Sie sehen, wer kandidiert.

 

Die Stimmzettel (live- und Briefwahl) werden ab 11:30 Uhr öffentlich ausgezählt. Jede KGV und auch der KV vergeben noch ein oder zwei Mandate durch Berufung. Dazu treffen sich die Gewählten und bereden, welcher Gemeindebereich, welche Generation, welche Gruppe der Gemeinde noch besser vertreten sein soll. Das geschieht nach Wahlhandlung und der Einspruchsfrist - bis zum 4. Ostersonntag.

 

Der neue Kirchenvorstand wird am Pfingstsonntag in sein Amt eingeführt - die bisherigen Kirchvorsteher:innen werden dort von ihrer Aufgabe entbunden. Für die Kirchgemeindevertretungen haben wir mehrere Termine zur Einführung ab dem Pfingstsonntag - für den Bereich Frohburg soll's mit dem gemeinsamen Pfingstsonntagsgottesdienst geschehen.

 

Brand im Nachbarhaus

 

Im letzten Jahr haben wir viel über den Bau am Pfarrhaus in Frohburg gesprochen. Die Pläne und Anträge reichen ja schon weiter zurück. Ein Thema: Brandschutz. In dem Zusammenhang musste der JG-Raum über dem Gemeindesaal stillgelegt werden - es gibt dort keine ausreichende Fluchtmöglichkeit außer der Treppe. Für solche Bauten, belebte / bewohnte Zimmer unter dem Dach, ist für die Umnutzung des ja eigentlich unbewohnten Raumes immer eine staatliche Baugenehmigung nötig - und das schon seit 100 Jahren. Aber es wurde privat und kirchlich vieles einfach so gemacht... Dass das keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der vielgescholtenen Bürokratie ist, können wir gerade beim Nachbarhaus sehen. Ein Brand breitet sich furchtbar schnell aus. Dass es nicht die ganze Straße erwischt hat, liegt an Brandmauern, Abständen der Häuser und der Feuerwehr. Wir müssen das ernst nehmen - auch wenn es zusätzlichen Aufwand mit sich bringt! Es hängen da eben auch Menschenleben dran.

 

Für die vom Brand betroffene Familie Sprenger hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet und wir unterstützen das und werben dafür, über diesen Kanal der Familie zu helfen. Die Gemeinden haben gleich zu Beginn 300 € an das Spendenkonto überwiesen. Wir laden Sie ein, dem eigene Hilfen folgen zu lassen. Vielen Dank allen, die das schon getan haben.

 

Praktikum

 

Noch etwas sehr schönes - zur Zeit wohnt eine junge Frau in der Pfarrwohnung in Frohburg. Sie heißt Theresa Landmann und ist Studentin der Theologie in Leipzig. Zum Studium gehört auch ein 6-wöchiges Gemeindepraktikum, das sie noch bis Ende März in unserem Kirchspiel absolviert. Zur Zeit ist viel Schreibtisch-, Gremien- und Verwaltungsarbeit für sie sichtbar. Zum Beruf der Pfarrer:innen gehört aber doch viel mehr, Menschen kennen zu lernen. Wenn Sie für Frau Landmann eine gute Entdeckung bereit haben, dann nur her damit - ich leite das gern weiter. Wir brauchen jungen Leute, die gut aus gebildet und motiviert in den kirchlichen Dienst kommen. (Allein in unserer Region sind einige Wechsel in den Ruhestand in allen Bereichen in den nächsten Monaten und Jahren dran.) Also - lassen wir die jungen Leute auch ans Ruder und zeigen ihnen Gemeinde von der guten Seite!

 

Soviel nun von mir in aller Wortfülle.

 

Lassen Sie von sich hören oder lesen - sorgen Sie gut für sich und Ihren Nächsten.

 

Gott segne Sie

 

Ihr Hendrik Pröhl

 

 

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